Sauna-Neuheiten

Wellness auf kleinstem Raum

Eine Sauna braucht weniger Platz, als man denkt. Wer clever plant, kann sich auch auf kleinem Grundriss den Traum vom eigenen Schwitzbad erfüllen.

Eine eigene Sauna ist längst kein Privileg grosszügiger Häuser und Wohnungen mehr. Auch auf wenigen Quadratmetern lässt sich ein persönlicher Rückzugsort für wohltuende Wärme und Entspannung schaffen. Entscheidend sind eine durchdachte Planung, die passende Technik und eine Ausstattung, die den vorhandenen Raum optimal nutzt.

Jeder Zentimeter zählt – Präzisionsarbeit auf kompaktem Raum

Oft wird unterschätzt, wie viel Potenzial selbst auf begrenzter Fläche steckt. Wer den Wunsch nach einer eigenen Sauna bereits beim Hausbau berücksichtigt, kann den Wellnessbereich von Anfang an optimal in die Architektur integrieren. Doch auch nachträglich muss der Traum nicht unerfüllt bleiben: Mit kreativen Ideen und einer sorgfältigen Planung lassen sich selbst anspruchsvolle Raumsituationen geschickt nutzen. Viele Hersteller bieten flexible Saunalösungen, die sich individuell an die räumlichen Gegebenheiten anpassen lassen.

So zum Beispiel das Modell Premium von Klafs (1 & 2). Dieses zeichnet sich durch seine Gestaltungsvielfalt aus. Sowohl innen als auch aussen lässt sich die Sauna ganz nach den persönlichen Wünschen gestalten. Dabei kann sie millimetergenau an eine Raumsituation anpasst werden – selbst eine Dachschräge ist kein Problem.

Wenn wenig Fläche vorhanden ist, muss diese gut genutzt werden. Liegen, Ofen und Innenverkleidung müssen exakt aufeinander abgestimmt sein. Doch das Beispiel einer massgeschneiderten Minisauna von Küng (5) zeigt: Auch auf knapp zwei Quadratmetern lässt es sich wunderbar saunieren.

Platz im Freien nutzen

Wer den Platz im Haus oder in der Wohnung lieber für anderes nutzen möchte, kann eine Outdoor-Sauna in Betracht ziehen. Die Gartensauna Luna von Tommwood (3) lässt sich mit der Wahl der passenden Grösse und der gewünschten Aussenverkleidung personalisieren und bietet einen eigenen Rückzugsort im Grünen.

Flexibel und standortunabhängig ist das Saunazelt von Summita (4). Die mobile Sauna eignet sich für den dauerhaften Einsatz während der Saunasaison und bietet Platz für bis zu vier Personen. Bei Bedarf ist sie in rund 30 Minuten abgebaut und kann platzsparend verstaut werden. Redaktion (Lu)

Kleine Sauna, grosse Freiheit

Michael Beyer, Geschäftsleiter Summita, erzählt, wie aus einer Idee ein Saunazelt wurde, das Wellness und Natur verbindet.

Der Schweizerische Hauseigentümer: Herr Beyer, was war die Idee hinter der Entwicklung der Saunazelte von Summita?
Michael Beyer: Meine Geschichte mit mobilen Saunas begann 2017 in Kirgistan auf 3200 Metern. Nach einer Skitour wärmte ich mich dort bei minus 20 Grad in einem Saunazelt auf. Draussen Berge und Schnee, drinnen Holzfeuer und Saunahitze. Dieses Erlebnis liess mich nicht mehr los.

Zurück in der Schweiz wollte ich dieses besondere Saunaerlebnis auch hier möglich machen. Während fünf Jahren habe ich mobile Saunas vertrieben und dabei wertvolle Erfahrungen gesammelt: Was funktioniert gut, was würde ich anders machen? Aus diesen Erkenntnissen entstand der Wunsch, eine eigene Sauna zu entwickeln nach meinen Vorstellungen von Qualität, Funktionalität und Komfort.

Die Idee hinter Summita ist einfach: eine echte Sauna mit Holzofen für zu Hause, ohne fixe Installation. Im Garten, auf der Terrasse oder beim Ferienhaus lässt sich so ein bestehender Aussenraum nutzen.

Was macht ein Saunazelt besonders flexibel? Welche Rolle spielen dabei Mobilität, Aufbau und Materialwahl?
Für mich bedeutet Mobilität vor allem Freiheit. Viele unserer Kunden wollen die Sauna nicht ständig transportieren. Sie suchen eine vollwertige Sauna für ihren Aussenraum, ohne dafür fest bauen zu müssen. Und wenn sich die Lebenssituation oder die Nutzung des Aussenraums verändert, lässt sich die Sauna wieder abbauen. Ohne Werkzeug ist sie in rund 15 Minuten aufgebaut. Nach nur 20 Minuten erreicht sie Temperaturen von über 80 Grad Celsius.

Das Gewebe lässt Summita eigens für die Anforderungen einer Zeltsauna herstellen: Es ist hitzebeständig, feuerhemmend und wasserdicht und hält die Wärme gut im Innenraum. Eine Frischluftzufuhr in Bodennähe beim Ofen sorgt für den nötigen Sauerstoff.

In unserer Manufaktur in Thun nähen wir jedes Saunazelt von Hand. Vom Gewebe über die Reissverschlüsse bis hin zum Nähfaden wählen wir hochwertige Materialien, die für den ganzjährigen Ausseneinsatz ausgelegt sind.

Welche Bedeutung hat der Ort, an dem ein Saunazelt aufgestellt wird? War es von Anfang an Teil Ihrer Idee, Wellness stärker mit der Natur und dem Aufenthalt im Freien zu verbinden?
Auf jeden Fall. Genau diese Verbindung hat mich schon bei meinem ersten Saunaerlebnis in Kirgistan fasziniert. Heute stehen unsere Saunas an ganz unterschiedlichen Orten: zwischen Bäumen im Garten, auf einer Terrasse mit Aussicht oder vor einem Ferienhaus. Jeder Ort prägt das Saunaerlebnis auf seine eigene Weise. Mir gefällt der Gedanke, dass ein vertrauter Ort dadurch plötzlich ganz anders erlebt wird. Zwischen den Saunagängen geht es direkt hinaus an die frische Luft. So werden der Garten oder die Terrasse nicht einfach zum Standort einer Sauna, sondern zum Teil des Saunaerlebnisses.

Wie unterscheidet sich das Saunaerlebnis im Zelt von demjenigen in einer klassischen, fest eingebauten Sauna, und welche gestalterischen oder funktionalen Entscheidungen prägen dieses Erlebnis?
Beim Saunaerlebnis wollte ich möglichst wenig Kompromisse eingehen. Holzfeuer, Saunasteine, Aufgüsse und Temperaturen bis zu 100 Grad gehören für mich zu einer richtigen Sauna dazu.

Viele Menschen sind beim ersten Mal überrascht, wie schnell sie vergessen, dass sie in einem Zelt sitzen. Der Holzofen brennt, es wird herrlich warm und spätestens beim ersten Aufguss merkt man: Das ist eine richtige Sauna.

Trotzdem wollten wir nicht eine klassische Sauna in Zeltform kopieren. Durch das grosse Fenster bleibt die Verbindung nach draussen erhalten. Man hört das Feuer und erlebt die Umgebung unmittelbarer. Spannend finde ich, wie wenig Platz es dafür braucht: Auf einer Grundfläche von rund 2,40 × 2,40 Metern entsteht ein Rückzugsort für bis zu vier Personen.

Welche Philosophie steht hinter Summita? Geht es beim Saunazelt auch um einen anderen Umgang mit Raum, Freizeit und persönlichem Wohlbefinden?
Für mich geht es bei Summita tatsächlich um mehr als eine Sauna. Es geht darum, sich im schnelllebigen Alltag bewusst Zeit zu nehmen und wirklich zur Ruhe zu kommen.

Wenn die Sauna zu Hause steht, muss ich keinen Wellnessbesuch planen, nirgendwo hinfahren und mich nicht nach Öffnungszeiten richten. Ich hole Holz, mache Feuer und bin für eine Weile einfach dort.

Wichtig ist mir auch, dass das Produkt gemäss dem Prinzip «Design to Repair» langlebig und reparierbar ist. Wir fertigen unsere Saunazelte in Thun und setzen, wo immer möglich, auf lokale Partner und Werkstoffe. Am Ende geht es darum, für sich einen Ort und einen Moment zu schaffen, in dem man zur Ruhe kommt; das Saunazelt bietet den Raum dafür.

Das Interview führte Tamara Lustenberger, Redaktorin beim HEV Schweiz

«Jeder Ort prägt das Saunaerlebnis auf seine eigene Weise.»

Michael Beyer
Geschäftsleiter Summita