Delegiertenversammlung

«Uns geht die Arbeit nicht aus»

Bei rekordhohen Temperaturen fand am 19. Juni im Kongresshaus Zürich die 111. Delegiertenversammlung des HEV Schweiz statt.

Am 19. Juni 2026 versammelten sich rund 400 Delegierte sowie Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft zur 111. Delegiertenversammlung des HEV Schweiz im Zürcher Kongresshaus. Die Versammlung wurde zum 140. Jubiläumsjahr des HEV Zürich in der Limmatstadt abgehalten.

Eigenmietwert bleibt im Fokus

HEV-Schweiz-Präsident und Nationalrat Gregor Rutz führte durch die Versammlung und blickte auf das vergangene Verbandsjahr sowie die aktuellen wohnpolitischen Herausforderungen zurück. «Uns geht die Arbeit nicht aus», betonte er.

Im Zentrum steht weiterhin die Umsetzung der Abschaffung des Eigenmietwerts. Zwar wurde die Vorlage am 28. September 2025 mit 57,7 Prozent Ja-Stimmen angenommen, doch die konkrete Umsetzung steht noch aus. Der HEV Schweiz koordiniert derzeit gemeinsam mit den Kantonalverbänden die politische Umsetzung des Systemwechsels bei der Wohneigentumsbesteuerung. Der definitive Wechsel wird per 1. Januar 2029 erfolgen.

Personelle Veränderungen im HEV

Mit herzlichen Dankesworten verabschiedete Gregor Rutz das zurücktretende Vorstandsmitglied Dominik O. Straumann. Zu dessen Nachfolgerin wählten die Delegierten die LDP-Nationalrätin und Präsidentin des HEV Basel-Stadt, Patricia von Falkenstein (BS).

Eine weitere personelle Veränderung steht dem Verband im Herbst bevor: Nach acht Jahren wird Markus Meier sein Amt als Verbandsdirektor abgeben. Gregor Rutz würdigte dessen langjähriges Engagement und dankte ihm jetzt schon für seinen grossen Einsatz zugunsten des Verbandes. Bereits Ende März hatte der Vorstand des HEV Schweiz Urs Pfenninger zum neuen Direktor gewählt. Der erfahrene Kommunikationsfachmann stellte sich den Delegierten in einer kurzen Ansprache vor. Er wird sein Amt im September antreten.

Gäste aus der Politik

Als ersten Gast durfte Gregor Rutz die Zürcher Regierungspräsidentin Carmen Walker Späh, Vorsteherin der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich, begrüssen. In ihrer Rede unterstrich sie die Bedeutung des Hauseigentümerverbandes als wichtige Stimme für den Schutz des Eigentums, das in den vergangenen Jahren zunehmend unter Druck geraten sei. Zudem sprach sie sich klar für weniger Regulierung im Wohnungsbau aus. «Wir müssen in eine Ermöglichungshaltung kommen und weg von der Verhinderungspolitik», betonte die Regierungsrätin.

Anschliessend stand ein Gespräch mit Bundesrätin Karin Keller-Sutter, Vorsteherin des Eidgenössischen Finanzdepartements, auf dem Programm. Im Austausch mit Gregor Rutz sprach sie über die Bundesfinanzen, die aktuelle geopolitische Lage sowie die Krisenresistenz der Schweiz in einem anspruchsvollen internationalen Umfeld. «Ich kämpfe dafür, dass wir unsere Krisenfestigkeit – insbesondere bei den Finanzen – bewahren können», hielt die Bundesrätin fest. Redaktion (Lu)