Meier meint

Jaaa! Jaaaaa!Jaaaaaaaa!

von Markus Meier

Direktor HEV Schweiz

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So häufig, so laut, so deutlich wie Sportreporter Sascha Ruefer – nomen est omen – hat wohl in unserem Land schon lange niemand mehr ein überzeugtes «Ja» für die Schweiz gerufen. Anlass dafür war das Schweizer Sommermärchen 2026, das in den Fussballstadien ennet dem grossen Teich spielte. Erstmals nach den Fussball-Weltmeisterschaften 1934, 1938 und 1954 schaffte es unsere Fussball-Nationalmannschaft an einer WM wieder in den Viertelfinal. Die ganze Schweiz war aus dem Häuschen und steckte im Fussballfieber. Aufgrund der Zeitverschiebung mit den auf dem amerikanischen Kontinent ausgetragenen Spielen wurden für Hunderttausende nicht wenige Fussballnächte zum Tag.

Die landesweite Euphorie schlug sich auch in den Medien nieder. Sogar diese schlossen sich für einmal einhellig dem «Ja» für unser Land an. Zumindest beinahe einhellig. Denn einige Blätter wurden trotzdem nicht müde, gleichzeitig wieder den «Gräben-Theorien» Vorschub zu leisten. Schliesslich sei die Schweiz ausserhalb des sportlichen Jubels überall ein «Land der Gräben». Zitate: Der Rösti-Graben, der Stadt-Land-Graben mit progressiven Städtern und konservativen Ländlern, der Generationen-Graben und auch der Graben zwischen Migranten und Schweizern. All diese Gräben seien nur momentan von der Fussball-Nati mit ihrem fulminanten Getschutte zuge-tschuttet, äh zugeschüttet.

Ähnliches galt wohl auch schon für die Frauen-Fussballeuropameisterschaft, die 2025 in der Schweiz stattfand, und es war vermutlich auch an der Eishockey-Weltmeisterschaft im Frühling dieses Jahres der Fall, an der sich das Schweizer Team nach phänomenalen Matches leider erneut mit der Silbermedaille begnügen musste. Schon dort zeigten sich starke Schweizer Leistungen unter starken Anfeuerungsgesängen von den Publikumsrängen.

Die Ergebnisse dieser vereinten Stärken lassen sich mehr als sehen. Eine starke Nation mit starken Besetzungen. Dazu kann man Parallelen zu anderen Bereichen ziehen, zum Beispiel zur Bildung, zur Forschung, zu unserer volkswirtschaftlichen Leistungs-fähigkeit und zur sozialen Wohlfahrt. Auf all dies dürfen wir als helvetische Nation stolz sein. Und diesen Nationalstolz dürfen wir meiner Meinung nach auch gemeinsam über die Sportstadien dieser Welt hinaus zeigen. Nicht überheblich, aber mit einem gesunden Selbstbewusstsein und ohne permanentes Kritteln an uns selbst.

«Diesen Nationalstolz dürfen wir über die Sportstadien dieser Welt hinaus zeigen.»