Die schönste Jahreszeit im Garten ist der Frühling. Setzlinge pflanzen, Beete vorbereiten und die Grundlage für eine reiche Gemüse- und Obsternte schaffen. Das macht Freude. Doch wie schützt man den Garten vor hungrigen Schnecken? Wie pflanzt man am besten die Rosen, oder den Salat? Jardin Suisse hat für Sie ein paar Tipps und Tricks zusammengestellt. Worauf warten wir also noch? Ab in den Garten!
Die Schnecken clever austricksen
Schnecken sind zwar Leckermäuler, doch ihr Geschmack ist delikat. Wenn Sie Ihren Garten nach dem Motto «Gartenspass statt Schneckenfrass» geniessen wollen, wählen Sie Pflanzen, die von Schnecken ganz verschmäht oder nur im grössten Hunger angeknabbert werden. Dazu gehören zum Beispiel Akelei, Christrosen, Frauenmantel oder Mädchenauge. Wenn Sie trotz der Vielfrasse nicht auf Gemüse verzichten wollen, pflanzen Sie aus Tagetes und Ringelblumen eine Beetumrandung. Die Blumen gelten bei Schnecken als Delikatesse – so bleibt Ihr Salat verschont. Aber am sichersten bleibt der Schneckenzaun oder -ring.
Futter für Bodenorganismen
Ab Mitte März können die ersten Gemüse-Setzlinge direkt in den Garten gepflanzt werden – vorausgesetzt, die Beete sind vorbereitet. Dafür wird der Boden von vertrockneten Pflanzenresten befreit und die verfestigte Erde oberflächlich mit dem Kräuel gelockert. Aber Vorsicht: Der Boden sollte nicht tiefgründig umgegraben werden, um das empfindliche Bodenleben nicht zu stören. Reifer Kompost ist ein idealer Dünger, denn er versorgt die Bodenorganismen mit frischen Nährstoffen. Rund drei Liter Kompost pro Quadratmeter Beetfläche reichen aus, um Kopfsalat, Kohlrabi und Knoblauch einen guten Saisonstart zu verschaffen.
Beste Wohnlage für Nützlinge
Wildbienen, Florfliegen, Marienkäfer und Schlupfwespen sind nützliche Helfer im Garten, da sie Lästlinge vertilgen. Daher sollte bei der Pflanzenauswahl auf insektenfreundliche Pflanzen geachtet werden. Gemütliche Plätzchen in Form von gebündelten hohlen Holunderzweigen, dicken Schilfrohrstängeln oder Insekten-Nistkästen wissen die kleinen Helfer ebenfalls zu schätzen. Hier finden die Insekten Unterschlupf und produzieren bald Nachwuchs.
Der Profi-Tipp: Rosen richtig planen
Im Frühling werden in der Gärtnerei in Ihrer Region die ersten Rosen angeboten. Lassen Sie sich von den unterschiedlichen Blütenformen und -farben inspirieren und planen Sie ein Rosenbeet. Dies sollte längerfristig angelegt werden, denn die Königin der Blumen reagiert empfindlich auf einen Standortwechsel. Bei der Planung muss zudem beachtet werden, dass neu gepflanzte Rosen schlecht in einem Beet gedeihen, in dem schon vorher Rosen oder andere Familienmitglieder der Rosaceae wie Äpfel, Erdbeeren oder Aprikosen wuchsen. Dies liegt daran, dass sich im Wurzelbereich mikroskopisch kleine schädliche Bodenorganismen anreichern, die das Wachstum neuer Rosen behindern. Dies wird auch als Bodenmüdigkeit bezeichnet.
April-Highlight: Tulpe
Das Haupt hochgereckt, die gefransten Blütenblätter in vollendeter Anmut entfaltet, von reinstem Weiss mit blutroten Flammen, die zur Spitze hin züngeln – in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts war die «Semper Augustus» das Schönheitsideal schlechthin und unerschwinglich: 10 000 Gulden kostete 1637 eine Zwiebel. Das sind heute rund 100 000 Franken. Während der «Tulpenmanie» waren Exemplare mit mehrfarbig geflammten, gestreiften oder gesprenkelten Blütenblättern besonders wertvoll. Fatalerweise waren diese Zeichnungen meist keine Zuchterfolge, sondern Folgen des Tulpenmosaikvirus, das von Blattläusen übertragen wird. «Semper Augustus» gibt es deshalb längst nicht mehr. Wer sich aber eine ähnliche Sorte in den Garten holen möchte, greift auf «Grand Perfection» oder «Carnaval de Nice» zurück. Die Zwiebeln gibt es im Herbst im Fachhandel, und zurzeit gibt es wunderschöne Schnitttulpen. Jardin Suisse





