Versicherungen

«Wir erleben buchstäblich die ganze Vielfalt des Lebens»

Michael Deuber berichtet aus seinem Berufsalltag als Teamleiter Leistungen Einzelleben bei Zurich Schweiz.

Herr Deuber, wie wahrscheinlich ist es, im Laufe des Arbeitslebens erwerbsunfähig zu werden oder gar vor Erreichen des Rentenalters zu sterben?

Michael Deuber: Das hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem von den Genen und den Lebensumständen. Wichtiger als die absolute Wahrscheinlichkeit ist jedoch, welche Auswirkungen ein solches Ereignis hätte: Wie könnte die Familie den Verlust eines Hauptverdienenden finanziell bewältigen und insbesondere die Hypothek weiter bedienen? Würden beispielsweise 60 Prozent des bisherigen Einkommens bei Invalidität ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten?

Das heisst also, ich bin in der Schweiz in solchen Situationen nicht immer ausreichend abgesichert?

Oft leider nicht. Die Leistungen aus der staatlichen Vorsorge, der 1. Säule, und der beruflichen Vorsorge, der 2. Säule, reichen in der Regel nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard zu decken. Dies führt bei den meisten Haushalten zu mehr oder weniger grossen Lücken. Deshalb empfehle ich allen meinen Bekannten: Macht eine Vorsorgeanalyse. Sie ist für Wohneigentümerinnen und Wohneigentümer besonders wichtig, weil die Hypothek finanzielle Verpflichtungen und somit auch Risiken mit sich bringt. Zudem entstehen bei einem allfälligen Vorbezug zur Finanzierung des Eigenheims Lücken in der Altersvorsorge. Über die 3. Säule kann man diese Lücken schliessen.

Kennen Sie Fälle, in denen eine Familie nach einem Todesfall ihr Haus nicht mehr halten konnte?

Wir haben natürlich in unserem Berufsalltag eher mit Personen zu tun, die sich abgesichert haben. Von ihnen hören wir regelmässig die Aussage: «Dank der Versicherung können wir im Haus bleiben.» Das gilt übrigens nicht nur bei Todesfall, sondern auch bei Erwerbsunfähigkeit eines Hauptverdienenden.

Das sind sicher emotionale Momente …

Ja, in der Tat. Wir erleben buchstäblich die ganze Vielfalt des Lebens: Tagtäglich sind wir mit Schicksalsschlägen konfrontiert und sprechen mit Menschen in verzweifelten Situationen. Das ist für unsere Mitarbeitenden oft herausfordernd. Denn es gilt, empathisch zu sein und sich gleichzeitig abgrenzen zu können. Ich habe ein stabiles, erfahrenes Team, das diese Herausforderung hervorragend bewältigt. Gleichzeitig erleben wir auch sehr viele schöne Momente: Es kommt immer wieder vor, dass Versicherte am Telefon vor Freude weinen, wenn wir ihnen die Leistungszusage bestätigen. Bis die Eidgenössische Invalidenversicherung (IV) eine abschliessende Entscheidung getroffen hat, kann es unter Umständen lange dauern, und das kann für die Betroffenen existenziell belastend werden. Wir bei Zurich erbringen die Leistung nach der vereinbarten Wartefrist, was in vielen Fällen schneller ist. Zudem besteht bei Zurich ein Anspruch auf Leistungen bereits ab einem Invaliditätsgrad von 25 Prozent, während die IV erst ab 40 Prozent eine Rente auszahlt.

Was sind typische Ursachen für eine Erwerbsunfähigkeit – sind es immer noch die Rückenleiden?

Ja, das ist nach wie vor ein wichtiger Grund. Aber eine andere Ursache ist mittlerweile bedeutsamer geworden: Aktuell wird jede zweite neue Invalidenrente aufgrund einer psychischen Erkrankung ausgesprochen. Vor allem bei jungen Menschen beobachten wir eine deutliche Zunahme der Betroffenen.

Gibt es nicht auch Fälle, in denen Menschen z. B. nach einem Burnout den Weg zurück ins Erwerbsleben wieder finden?

Absolut. Erfreulicherweise sehen wir viele Versicherte, denen der Wiedereinstieg ins Berufsleben gut gelingt. Gerade bei psychischen Beschwerden ist eine frühzeitige psychologische Begleitung entscheidend für den Erfolg. Situativ begleiten wir unsere Kundinnen und Kunden auf diesem Weg zusätzlich mit einem Case Manager. Die Versicherten haben jeweils eine feste Ansprechperson bei uns, die sie zum Teil über Jahre hinweg begleitet. Wir ersetzen natürlich keine Therapeuten, aber wir können zuhören, Wertschätzung zeigen und unsere Erfahrungen teilen, was oft auch schon wertvoll ist. Wenn wir jemandem ganz konkret helfen können, motiviert das unsere Mitarbeitenden stark und gibt ihrer Arbeit einen tieferen Sinn.

Zum Thema Todesfall: Das sind sicher ebenfalls anspruchsvolle Gespräche.

Es braucht ein grosses Einfühlungsvermögen, um in einer solchen Situation bei den Hinterbliebenen die richtigen Worte zu finden. Wir erleben viele Todesfälle durch Krebsleiden, aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vereinzelt auch durch Unfälle. Jeder Todesfall ist tragisch. Noch belastender wird es, wenn es zusätzlich zu Konflikten kommt, wer Anspruch auf das Geld aus der Lebensversicherung hat. Dies erleben wir leider immer wieder. Deshalb kann ich jedem, der eine Lebensversicherung abschliesst, nur empfehlen, die Begünstigung eindeutig und klar zu formulieren sowie regelmässig zu prüfen, ob diese noch der aktuellen Lebenssituation entspricht. Auch das lässt sich im Rahmen der Vorsorgeberatung genau anschauen.

Noch eine persönliche Frage zum Abschluss: Haben Sie selbst eine Risiko-Lebensversicherung?

Sogar mehrere: Wir haben zwei Kinder, deshalb haben meine Frau und ich uns gegenseitig abgesichert, sowohl bei Tod als auch bei Invalidität. Dem Schicksal kann man nicht in die Karten schauen – aber man kann aktiv vorsorgen, um seine Liebsten bestmöglich abzusichern.

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