Um eine passende Futterstation bauen zu können, muss zuerst folgende Frage geklärt werden: Wie füttert man richtig und mit Stil? Voraussetzungen sind das passende Futter und die richtigen Futterstellen. Diese müssen hygienisch und für Vögel sicher, also vor Katzen geschüzt, sein. Sie müssen leicht montiert und nachgefüllt werden können. Sie sollen für Vögel gut anfliegbar und für Menschen leicht zu bedienen und schön anzusehen sein. Nicht nur die Vögel, auch die Futterhäuschen sollen uns Freude bereiten und eine Bereicherung des Gartens sein.
Alle diese Ziele sind besonders gut umsetzbar, wenn man die Futterstationen selbst gestaltet (vielleicht zusammen mit Kindern oder Enkeln) und auf seinen eigenen Stil und seinen Garten abstimmt. Samuel Gerber, der Entwickler der Lovenest-Feeder, zeigt uns hier einige vogelgerechte Beispiele, die individuell gestaltet und einfach selbst gebaut werden können.
Bestandteile der Selbstbau-Futterhäuschen
Alle hier gezeigten Exemplare bestehen aus herkömmlichen Gegenständen, die oft irgendwo in einem Keller oder auf einem Estrich noch herumliegen und zu einem Futterhäuschen recycelt werden können. Es braucht jeweils einen Futterbehälter, einen Trichter, einen Futterauslass und einen Futterteller. Diese sind mit einer Gewindestange zusammengehalten, die in jeder Eisenhandlung und in jedem Baumarkt erhältlich ist.
Die Einzelteile
Mögliche Futterbehälter
Als Futterbehälter eignen sich zum Beispiel Eimer, Fässchen, Keksdosen, Panettone-Büchsen oder dicke Abwasserrohre, die oben zum Nachfüllen des Futters geöffnet werden können. Der Futterbehälter sollte einen genügend grossen Durchmesser haben, um den Futterteller (wenigstens bei Windstille) vor Regen zu schützen.
Kreative Trichter
Für kreative Trichter kommen Dinge wie umgekehrte Lampenschirme, Salatschüsseln, Milchflaschen oder sonstige beliebige runde oder rechteckige Trichter infrage, die das Futter aus dem Futterbehälter in die Mitte des Tellers bringen. Ihr Durchmesser sollte so gut wie möglich unter den Futterbehälter passen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
Funktionierende Futterauslässe
Futterauslässe leiten die Kerne vom Trichter auf den Teller. Gut geeignet sind Röhrchen aus Plexiglas, die unten so ausgeschnitten sind, dass das Futter zur Seite auf den Teller gleitet. Sie ermöglichen es auch, auf den ersten Blick zu sehen, wenn das Futter ausgegangen ist. Möglich sind zudem Medikamentendöschen, die seitlich unten ausgeschnitten werden. Noch einfacher ist eine Winkelschiene, die mit der Kante nach oben auf den Teller und unter den Trichter gelegt wird. So kann das Futter beidseitig auf den Teller nachgleiten.
Kreative Teller
Als Teller kann zum Beispiel ein Topfuntersatz (Kunststoff oder Ton), ein beliebiger Plastikteller oder etwas Abwaschbares genommen werden. Der Rand sollte für die Vögel ein gut greifbarer Landesteg sein. Es ist auch möglich, unter dem Teller Holz-Landestäbe anzubringen.
Die Gewindestange
Die Gewindestange, die alles zusammenhält, sollte einen Durchmesser von ca. 6 mm haben. Sie ist in jedem Baumarkt oder jeder Eisenhandlung erhältlich. Von unten nach oben wird die Gewindestange in der Mitte durch die Landestäbe, den Teller, den Futterauslass und den Boden des Futterbehälters durchgefädelt und mit zwei Unterlagescheiben und Muttern fixiert.
Wer nun Lust zum Tüfteln oder Nachbauen hat: Inspirationen erhalten Sie in den hier abgebildeten Beispielen rechts, die alle als Prototypen zur Entwicklung des Lovenest-Feeders dienten. Viel Spass!
Wettbewerb
Wir verlosen 3 x 1 Lovenest-Feeder von Samuel Gerber im Wert von Fr. 120.–.
Senden Sie uns ein Foto Ihrer selbstgebauten Futterstation inklusive Ihrer Anschrift und Adresse, und schon nehmen Sie am Wettbewerb teil.
Einsendeschluss: 15. Februar 2026
Mail an: redaktion@hev-schweiz.ch
per Post an: Der Schweizerische Hauseigentümer, Seefeldstrasse 60, Postfach, 8032 Zürich.
Keine Zeit zum Werkeln?
Die schönen und praktischen Love Nest-Feeder können unter love-nest.ch bestellt werden. Sie sind vogelgerecht konzipiert und einfach zu reinigen. Zudem ist auf den ersten Blick ersichtlich, wenn Futter nachgefüllt werden muss.
Weitere Informationen: love-nest.ch
Vögel füttern: nützlich oder nicht?
Vogelschutzverbände wie Birdlife Schweiz oder die Vogelwarte schreiben zum Füttern der Vögel: «Nützts nicht, so schadet es nicht …»
Immerhin empfehlen sie der Bevölkerung, es zu tun, «weil es tolle Naturerlebnisse ermöglicht.» Eine über 40 Jahre geführte britische Studie* hat sogar nachgewiesen, dass das Füttern der Vögel der Förderung der Populationen und der Artenvielfalt eindeutig nützt.
Vögel richtig zu füttern, ist somit im Interesse der Vögel, der Artenvielfalt und damit auch zum Nutzen von uns Menschen.
* Die Studie von Kate E. Plummer, Kate Risely, Mike P. Toms & Gavin M. Siriwardena vom 21. Mai 2019 hat nachgewiesen, dass Füttern tatsächlich nützlich und empfehlenswert ist: «Da, wo Vögel gefüttert werden, wachsen nicht nur die Populationen – auch die Artenvielfalt nimmt zu.»
Die Studie ist hier nachzulesen.













