Ein zentrales Ergebnis der Studie: 47 Prozent der befragten Erwerbstätigen befürchten, ihren Lebensstandard im Alter nicht mehr halten zu können. Bei den heutigen Pensionierten zeigt sich ein anderes Bild: 75 Prozent sagen, dass sie ihren Lebensstandard seit der Pensionierung halten konnten.
Zwischen den Erwartungen der Erwerbstätigen und den Erfahrungen der Pensionierten besteht damit eine Lücke – die heutigen Erwerbstätigen sehen ihre Zukunft deutlich kritischer. Ein wichtiger Grund dafür dürfte sein, dass die demografische Entwicklung zunehmend eine Herausforderung für die Altersvorsorge darstellt.
Unterschiedlicher Blick auf Vorsorgerisiken
Bei der Frage, welche Risiken die Altersvorsorge gefährden, stehen bei den Erwerbstätigen vor allem Krankheit und Unfall im Vordergrund: 52 Prozent nennen diese Ereignisse. Ebenfalls häufig genannt werden Inflation (38Prozent) sowie Phasen der Erwerbslosigkeit (29 Prozent). Einen Börsencrash sehen 21 Prozent als mögliches Vorsorgerisiko.
Die heutigen Pensionierten beurteilen viele Risikosituationen rückblickend als weniger schwerwiegend. Die stärkste finanzielle Beeinträchtigung haben sie durch persönliche Lebensereignisse wie Trennung oder Scheidung (22 Prozent), Krankheit oder Unfall (17 Prozent) sowie Familiengründung (15 Prozent) erfahren.
Nicht alle diese Ereignisse lassen sich direkt absichern. Eine frühzeitige Planung kann aber helfen, finanzielle Auswirkungen besser einzuschätzen und mögliche Vorsorgelücken zu erkennen.
Keine Renditechancen verschenken
Aufschlussreich ist auch der Blick auf die Finanzmärkte. Während 21 Prozent der Erwerbstätigen einen Börsencrash als Risiko für ihre Altersvorsorge befürchten, berichten nur 4 Prozent der Pensionierten von relevanten Verlusten. Das deutet darauf hin, dass Anlagerisiken langfristig eher überschätzt werden. Gleichzeitig kann eine sehr vorsichtige Anlagestrategie dazu führen, dass Renditechancen ungenutzt bleiben. Interessanterweise legen auch viele jüngere Menschen bei der Geldanlage Wert auf Sicherheit.
Dem Bedürfnis nach Sicherheit Rechnung tragen
Die zentrale Herausforderung bestehe darin, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Rendite und Risiko zu finden, so die Autoren der Studie: «Sicherheit bedeutet nicht nur, Risiken zu vermeiden, sondern auch, sie bewusst einzuschätzen und zum passenden Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen zu treffen.»
Vorsorge frühzeitig prüfen
Die Vorsorgespezialistinnen und ‑spezialisten von Zurich unterstützen dabei, die finanzielle Situation einzuschätzen, mögliche Lücken zu erkennen und die Vorsorgeplanung auf die aktuelle Lebensphase abzustimmen. So lassen sich rechtzeitig passende Massnahmen treffen.
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